Wirtschaftsreferentin / Wirtschaftsreferent (m/w/d)

Wirtschaftsreferentinnen und Wirtschaftsreferenten wirken bei den Staatsanwaltschaften an der effektiven, intensiven Bekämpfung von Wirtschaftskriminalität mit. Als justizinterne Sachverständige und Beraterinnen / Berater arbeiten sie den mit der Ermittlung und Auswertung befassten Dezernentinnen und Dezernenten zu und werden dabei von Buchhalterinnen und Buchhaltern sachkundig unterstützt. Sie verfügen über Spezialwissen in der kaufmännischen Buchhaltung, im Bilanzwesen und in der Betriebswirtschaftslehre. Dank tiefgreifender Kenntnisse im Steuerstrafrecht und in der Rechnungslegung nach handelsrechtlichen und internationalen Standards, umfangreicher Kenntnisse in Insolvenz-, Gesellschafts-, Bank-, Kapitalanlage- und Wirtschaftsstrafrecht, Straf- und Strafprozessrecht wie auch Erfahrungen in der Bearbeitung von Insolvenz- und Vergleichsverfahren tragen sie zur Aufklärung von Wirtschaftsstrafsachen bei – z. B. Insolvenzverschleppung, Kapitalanlagebetrug, Subventionsbetrug, Kreditbetrug, Untreuetatbeständen, Börsen- und Marktpreismanipulationen und nicht zuletzt auch Straftaten in Zusammenhang mit der Finanzberichterstattung im Unternehmenssektor sowie Steuerstraftaten. Im Rahmen von Wirtschaftsstrafverfahren treten Wirtschaftsreferentinnen und Wirtschaftsreferenten entweder als Sachverständige oder als sachverständige Zeuginnen / Zeugen vor Gericht auf. Mit Standardprogrammen und einschlägiger Spezialsoftware sichten und werten sie beschlagnahmte Dokumente und Datenträger aus, um schnell und zuverlässig wertvolle Informationen zu liefern. Sie fertigen Gutachten an und befassen sich mit der Beurteilung wirtschaftlicher und wirtschaftsrechtlicher Fragen. Außerdem unterstützen sie auch Vernehmungen und Durchsuchungen.
Ausschreibende Stelle
Generalstaatsanwaltschaft Köln
Bewerbungsfrist bis zum
27.11.2020
Bewerberkreis
siehe Bemerkungen
Bemerkung
Absolventinnen und Absolventen eines mit einem Mastergrad abgeschlossenen, geeigneten Hochschulstudiums oder eines gleichwertigen Abschlusses an einer Universität, einer technischen Hochschule oder einer anderen gleichstehenden Hochschule (§ 6 Abs. 2 Nr. 4 a und b LBG). Bewerberinnen und Bewerber müssen eine dieser Vorbildung entsprechende, mindestens zweieinhalbjährige hauptberufliche Tätigkeit ausgeübt haben, möglichst in der Wirtschaftsprüfung oder Innenrevision (§ 16 Abs. 4 LVO). Gemäß § 14 Abs. 3 ff. LBG darf als Laufbahnbewerberin / Laufbahnbewerber nur berücksichtigt werden, wer das 42. Lebensjahr noch nicht vollendet hat. Bei schwerbehinderten Bewerberinnen und Bewerbern gilt eine Altersgrenze von 45 Jahren (§ 14 Abs. 6 LBG). Wünschenswert wären besondere - über das übliche Maß hinausgehende - IT-Kenntnisse (Grundkenntnisse in der computerforensischen Datenanalyse und im Umgang mit strukturierten und unstrukturierten Massendaten).
Kontakt
Herr Justizoberinspektor Tom Schmitz