Benedikt F., Seelsorger im Justizvollzug

Ich bringe den Glauben zurück, wo die Hoffnung verloren scheint.

Benedikt F., Seelsorger im Justizvollzug

Werden Sie Seelsorgerin / Seelsorger im Justizvollzug!

„Ich war im Gefängnis und ihr seid zu mir gekommen“ (Mt 25,36) und „Denkt an die Gefangenen als wäret ihr mitgefangen“ (Hebr 13,3). Die Kirchen sehen sich auch im Bereich des Strafvollzuges in der Verantwortung und engagieren sich in der seelsorglichen Betreuung der Gefangenen. Diese haben einen gesetzlichen Anspruch auf eine religiöse bzw. seelsorgliche Begleitung während des Freiheitsentzugs. 

Seelsorgerinnen und Seelsorger im Justizvollzug vermitteln den Gefangenen religiöse Erfahrungen und leiten sie in der Praxis des christlichen Glaubens an. Sie sind aber auch in  Fragen des alltäglichen Lebens und Zusammenlebens wichtige Bezugspersonen für alle Gefangenen und auch Bediensteten. Als neutrale Vertrauenspersonen tragen sie dazu bei, Probleme einzelner Gefangener, aber auch Konflikte innerhalb der Einrichtung zu lösen.

Seelsorgerinnen und Seelsorger übernehmen im Justizvollzug unter anderem:

  • Feiern von Gottesdiensten an Sonn- und Feiertagen sowie Spenden der Sakramente 

  • Führen von Einzelgesprächen mit Gefangenen und Bediensteten

  • Langfristige Beratung und Begleitung der Gefangenen in persönlichen Angelegenheiten

  • Angebote zur Reflexion und Meditation

  • Besuchen und Beraten von Angehörigen der Gefangenen

  • Krisenintervention und seelsorgliche Begleitung in Ausnahmesituationen 

  • Angebote zur Freizeitgestaltung 

Wussten Sie schon, dass ...?

Seelsorgerinnen und Seelsorger, die in Justizvollzugseinrichtungen tätig sind, werden in besonderem Maße gefordert, da Gefangene während ihrer Inhaftierung oftmals das eigene Leben in Frage stellen, existentielle Krisen durchleben und möglicherweise großen Gesprächsbedarf haben. Situationen und Konflikte, die in Freiheit schon schwierig zu meistern sind, können sich unter den Umständen des Freiheitsentzuges massiv verschärfen und das Wohlergehen der / des einzelnen Gefangenen, aber auch das geordnete Zusammenleben in der Gemeinschaft gefährden. Seelsorgerinnen und Seelsorger sind dann wichtige Vertrauenspersonen. 

Da sie der Schweigepflicht unterliegen, müssen Seelsorgerinnen und Seelsorger in Justizvollzugseinrichtungen damit umgehen können, dass sie oftmals sehr persönliche Dinge erfahren und mit existenziellen Konflikten konfrontiert werden – diese aber für sich behalten müssen. Sie sollten daher über eine sehr stabile Persönlichkeit verfügen und ein hohes Maß an Kommunikationsfähigkeit mitbringen. Einfühlungsvermögen ist bei ihrer Tätigkeit ebenso wichtig wie die Fähigkeit, die nötige Distanz zu den Gefangenen zu wahren.

Marie R., Seelsorgerin im Justizvollzug

Als Seelsorgerin im Justizvollzug helfe ich den Gefangenen, zum Glauben zu finden und sich darin weiter zu entwickeln. In der persönlichen Begegnung mit der Religion lernen und erfahren sie, dass eine Umkehr mit Hilfe des Glaubens möglich ist. Und dass sich dadurch die Dinge zum Guten verändern. Das glaube ich nicht nur, sondern erfahre es täglich. 

Marie R., Seelsorgerin im Justizvollzug

Sind Sie bereit?

Seelsorgerinnen und Seelsorger, die in Justizvollzugseinrichtungen des Landes Nordrhein-Westfalen tätig sind, haben in der Regel das Studium der Theologie an einer Universität, einer Philosophisch-Theologischen Hochschule oder einer kirchlichen Hochschule abgeschlossen.

Legen Sie los!

Seelsorgerinnen und Seelsorger, die ein Amt in einer öffentlich-rechtlichen Religionsgemeinschaft oder in einem Verband einer solchen Gemeinschaft ausüben, werden im Einvernehmen mit der jeweiligen Religionsgemeinschaft im Wege der Gestellung von der jeweiligen Kirche entsandt oder in ein Beamtenverhältnis übernommen. Ebenso ist eine arbeitsvertragliche Verpflichtung als Tarifbeschäftigte / Tarifbeschäftigter möglich. 

Seelsorgerinnen und Seelsorger erhalten als Beamtinnen / Beamte eine Besoldung nach Besoldungsgruppe A 13 bis A 14 (evtl. A 15) Landesbesoldungsordnung A zum Landesbesoldungsgesetz – LBesG NRW. Als Tarifbeschäftigte / Tarifbeschäftigter erfolgt die Eingruppierung in die Entgeltgruppe 13 TV-L.

Bewerben Sie sich jetzt!

Die in der Nähe Ihres Wohnortes liegende Justizvollzugsanstalt ist der richtige Ansprechpartner.

Eine individuelle Beratung erhalten Sie direkt beim:

Ministerium der Justiz des Landes Nordrhein-Westfalen
– Referat IV B 2 – 
Martin-Luther-Platz 40
40212 Düsseldorf

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