Ramona W., Beamtin im Werkdienst

Ich lehre neue Fähigkeiten und unterstütze die berufliche Entwicklung.

Ramona W., Beamtin im Werkdienst

Werden Sie Beamtin / Beamter im Werkdienst!

Beamtinnen und Beamte im Werkdienst (WD) leiten Betriebe der Arbeitsverwaltung in Justizvollzugseinrichtungen, in denen sie Gefangene zur Arbeit anleiten und sie in verschiedenen handwerklichen Berufen ausbilden. Daneben übernehmen sie bei Bedarf auch Reparatur- und Wartungsarbeiten an Arbeitsgeräten, Maschinen und den technischen Anlagen der Anstalt.

In enger Zusammenarbeit mit den Fachdiensten – u. a. Psychologinnen und Psychologen, Ärztinnen und Ärzte, Pädagoginnen und Pädagogen, Seelsorgerinnen und Seelsorger – sorgen sie dafür, dass gefangene Erwachsene und Jugendliche im Vollzug verantwortungsbewusst und geordnet zusammenleben, indem sie durch Arbeit gefördert und gefordert werden. Des Weiteren stellen sie die Fachkraft für Arbeitssicherheit und den Sicherheitsbeauftragten.

Neben der Durchführung hoheitsrechtlicher Aufgaben innerhalb der Justizvollzugseinrichtungen leiten Beamtinnen und Beamte im Werkdienst die Betriebe nach betriebswirtschaftlichen und fachlichen Grundsätzen. Sie arbeiten in allen Arbeitsbereichen nach kundenorientierten Vorgaben in Bezug auf Qualität, Leistung und Produkt. Die Gefangenen erhalten eine arbeitsmarktorientierte Aus- und Weiterbildung in den Arbeits- und Ausbildungsbetrieben, z. B. Schreinerei, Schlosserei, Druckerei oder Bäckerei. So erwerben sie neue Fähig- und Fertigkeiten, erhalten ihre Arbeitsfähigkeit und entwickeln ein Bewusstsein für regelmäßige Arbeit. 

Mit der Betreuung, Behandlung, Versorgung und Beaufsichtigung der Gefangenen tragen die Beamtinnen und Beamte im Werkdienst wesentlich dazu bei, dass die Gefangenen auch nach der Entlassung aus dem Strafvollzug ein Leben in sozialer Verantwortung ohne Straftaten führen.

Thomas W., Beamter im Werkdienst

Als Beamter im Werkdienst sorge ich dafür, dass Gefangene nicht nur einer regelmäßigen Arbeit nachgehen, sondern sich beispielsweise als Schreiner, Schlosser, Drucker oder Bäcker beruflich weiterbilden. Denn mit jeder neu erworbenen Fähigkeit steigt ihre Chance, sich nach der Haft in den freien Arbeitsmarkt zu integrieren. So beginnt erfolgreiche Resozialisierung. 

Thomas W., Beamter im Werkdienst

Sind Sie bereit?

Bewerberinnen und Bewerber müssen folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Fachoberschulreife oder Hauptschulabschluss und abgeschlossene Berufsausbildung oder abgeschlossene Ausbildung in einem öffentlich-rechtlichen Ausbildungsverhältnis

  • bestandene Meisterprüfung der geforderten Fachrichtung

  • zum Zeitpunkt der Einstellung mindestens 20 Jahre alt und zum Zeitpunkt der Verbeamtung auf Widerruf regelmäßig noch nicht 40 Jahre alt Deutsche / Deutscher im Sinne des Artikels 116 des Grundgesetzes oder die Staatsangehörigkeit eines anderen Mitgliedstaates der Europäischen Union

  • Eintreten für die freiheitliche demokratische Grundordnung im Sinne des Grundgesetzes

  • Dienstfähigkeit aus amtsärztlicher Sicht

Das sind Ihre Perspektiven.

Das Beamtenverhältnis auf Widerruf endet nach bestandener Prüfung. Bei entsprechenden Leistungen ist die Übernahme in das Beamtenverhältnis auf Probe sehr wahrscheinlich. Beamtinnen und Beamte auf Probe erhalten eine Besoldung nach der Besoldungsgruppe A 7 Landesbesoldungsordnung A zum Landesbesoldungsgesetz (LBesG NRW). Mit zunehmender Berufserfahrung stehen unterschiedliche Funktionen offen (Bandbreite der Besoldung: Besoldungsgruppen A 7 bis A 11).

Wie viel verdient eine Beamtin / ein Beamter im Werkdienst?

Der Einstieg in den Werkdienst erfolgt in einem Beschäftigtenverhältnis. Das Einstiegsgehalt ist abhängig von der Berufsqualifikation und dem individuellen Tätigkeitsschwerpunkt. Es wird in der Regel der Entgeltgruppe 7 des Tarifvertrags für den öffentlichen Dienst der Länder entsprechen. Mit dem Beginn der Laufbahnausbildung werden Anwärterbezüge gezahlt.

Rundum versorgt

Beamtinnen / Beamte unterliegen nicht der gesetzlichen Sozialversicherung, sondern genießen die Vorzüge der Beamtenversorgung und der Beihilfeberechtigung.

Lassen Sie sich zur Beamtin / zum Beamten im Werkdienst ausbilden!

Die Ausbildung beginnt immer zum 1. Juli eines Jahres. Beamtinnen und Beamte im Werkdienst absolvieren eine zweijährige Laufbahnausbildung im dualen System. Sie erhalten in wechselnden Blöcken die theoretische Ausbildung in der Justizvollzugsschule Nordrhein-Westfalen (JVS) in Wuppertal (insgesamt neun Monate) und die praktische Ausbildung in mindestens zwei Justizvollzugseinrichtungen in Nordrhein-Westfalen (insgesamt 15 Monate).

Bewerben Sie sich jetzt!

Einstellungen in den Werkdienst erfolgen bedarfsabhängig. Initiativbewerbungen sind jederzeit erwünscht bei allen Justizvollzugsanstalten. Wer bereits im Justizdienst arbeitet, reicht die Bewerbung auf dem Dienstweg ein.

Detaillierte Informationen zu Einstellungsvoraussetzungen, erforderlichen Bewerbungsunterlagen und zum Ablauf des Auswahlverfahrens finden Sie auf unserer Internetseite.

Weitere Informationen