Cornelia J., Richterin

Ich verhandle Schicksale - keine Vorgänge.

Cornelia J., Richterin

Werden Sie Richterin / Richter!

Richterinnen und Richtern ist die Rechtsprechung anvertraut. Als Angehörige der dritten Gewalt sorgen sie maßgeblich für die Aufrechterhaltung des Rechtsfriedens.

Richterinnen und Richter sind unabhängig, nur dem Gesetz verpflichtet und unterliegen keinen Weisungen; sie arbeiten interessen- und mandatsunabhängig.

Ihre tägliche Arbeit besteht darin, Sachverhalte aus den unterschiedlichsten Lebensbereichen zu prüfen, Konflikte zu lösen und sachgerechte Entscheidungen zu treffen.

Zu den Aufgaben der Richterinnen und Richter gehört es auch, vermittelnd auf die Beteiligten einer Auseinandersetzung einzuwirken und Vorschläge für eine einvernehmliche Lösung zu unterbreiten.

Wo wollen Sie arbeiten?

In Nordrhein-Westfalen gibt es fünf Gerichtsbarkeiten, in denen Richterinnen und Richter arbeiten: 

  • die ordentliche Gerichtsbarkeit mit 129 Amtsgerichten, 19 Landgerichten und den drei Oberlandesgerichten in Düsseldorf, Hamm und Köln, 
  • die Verwaltungsgerichtsbarkeit mit sieben Verwaltungsgerichten und dem Oberverwaltungsgericht in Münster,
  • die Sozialgerichtsbarkeit mit acht Sozialgerichten und dem Landessozialgericht in Essen,
  • die Arbeitsgerichtsbarkeit mit 30 Arbeitsgerichten und den drei Landesarbeitsgerichten in Düsseldorf, Hamm und Köln
  • die Finanzgerichtsbarkeit mit den drei Finanzgerichten in Düsseldorf, Köln und Münster

STANDORTE 
 

Frank D., Richter

Als Richter entscheide ich nicht nur über den Ausgang eines Verfahrens, sondern über die Schicksale von Menschen. Mögliche Täter, betroffene Opfer, Kläger oder Beklagte – ich muss allen Seiten gerecht werden. Auf dieser Basis spreche ich Recht: objektiv, unvoreingenommen, im Namen des Volkes. Das ergibt nicht nur Sinn für mich, sondern auch für unsere Gesellschaft.

Frank D., Richter

Sind Sie bereit?

Bewerberinnen und Bewerber müssen folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Deutsche / Deutscher im Sinne des Artikels 116 des Grundgesetzes 
  • Eintreten für die freiheitliche demokratische Grundordnung im Sinne des Grundgesetzes 
  • Dienstfähigkeit aus amtsärztlicher Sicht

Die weiteren Voraussetzungen für den richterlichen Probedienst in Nordrhein-Westfalen sind:

  • vorzugsweise – aber nicht zwingend –Prädikatsexamen in der zweiten juristischen Staatsprüfung 
  • ggf. fachliche Qualifikation entsprechend der gewählten Gerichtsbarkeit
  • zum Zeitpunkt der Einstellung regelmäßig noch nicht 42 Jahre alt 

Legen Sie los!

Richterinnen und Richter werden zunächst in ein Richterverhältnis auf Probe berufen. In der ordentlichen Gerichtsbarkeit erfolgt der erste Einsatz regelmäßig innerhalb eines bestimmten Landgerichtsbezirks, bei den Fachgerichtsbarkeiten bei einem bestimmten Gericht (z. B. Verwaltungsgericht, Sozialgericht). Nach erfolgreichem Verlauf der Probezeit, die zumeist drei Jahre dauert, erfolgt die Ernennung zur Richterin / zum Richter auf Lebenszeit.

Die Besoldung von Richterinnen und Richtern in Nordrhein-Westfalen erfolgt im Eingangsamt nach Besoldungsgruppe R 1 Landesbesoldungsordnung (LBesO) R zum Landesbesoldungsgesetz (LBesG NRW).

Das sind Ihre Perspektiven.

Die nordrhein-westfälische Justiz bietet Richterinnen und Richtern vielfältige Einsatz- und Entwicklungsmöglichkeiten. In Betracht kommen z. B. Abordnungen an oberste Bundesgerichte und Ministerien oder Zuweisungen an europäische oder internationale Institutionen.

Es können Aufgaben in der Aus- und Fortbildung übernommen werden, etwa als Leiterin bzw. Leiter einer Referendararbeitsgemeinschaft oder Dozentin bzw. Dozent in der Justizakademie des Landes Nordrhein-Westfalen, in der Deutschen Richterakademie oder auch in der Fachhochschule für Rechtspflege. In der hauptberuflichen Tätigkeit kommen Beförderungen sowohl in der Rechtsprechung (etwa zur / zum Vorsitzenden Richterin bzw. Richter am Landgericht) als auch in der Justizverwaltung (etwa zur Direktorin bzw. zum Direktor eines Amtsgerichts) in Betracht. 

Richterinnen und Richter unterliegen nicht der gesetzlichen Sozialversicherung, sondern genießen stattdessen die Vorzüge der Beamtenversorgung und der Beihilfeberechtigung.

Familienfreundliche Arbeit

Richterinnen und Richter sind grundsätzlich frei in der Einteilung ihrer Arbeitszeit. Dadurch lassen sich persönliche und familiäre Belange in optimaler Weise mit dienstlichen Interessen und Erfordernissen in Einklang bringen. Selbstverständlich wird auch eine Teilzeitbeschäftigung ermöglicht.

Bewerben Sie sich jetzt!

Die Justiz in Nordrhein-Westfalen sucht laufend qualifizierte Bewerberinnen und Bewerber für das Richteramt. Initiativbewerbungen sind jederzeit erwünscht. Richten Sie Ihre Bewerbung bitte an die Präsidentin / den Präsidenten des Obergerichts, in deren / dessen Bezirk Sie eingestellt werden möchten:

  • Oberlandesgerichte Düsseldorf, Hamm oder Köln
  • Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen in Münster
  • Landesarbeitsgerichte Düsseldorf, Hamm oder Köln
  • Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen in Essen
  • Finanzgerichte Düsseldorf, Köln oder Münster

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