Tanja K., Justizfachangestellte

Ich trage dazu bei, dass aus Rechtsfragen Antworten werden.

Tanja K., Justizfachangestellte

Werden Sie Justizfachangestellte / Justizfachangestellter!

Justizfachangestellte sind Allroundkräfte, die in verschiedenen Fachgebieten bei Gerichten und Staatsanwaltschaften büroorganisatorische und verwaltende Aufgaben wahrnehmen. Im Büroalltag der juristischen Geschäftsstellen tragen sie wesentlich dazu bei, dass wichtige Abläufe in Recht und Justiz funktionieren: Sie

  • erteilen Auskünfte und gewähren Akteneinsicht,

  • nehmen Anträge, Rechtsmittel, Rechtsbehelfe und Erklärungen auf,

  • führen Registraturarbeiten durch,

  • fertigen und beglaubigen Schriftstücke,

  • erheben statistische Daten,

  • berechnen, vermerken und überwachen Fristen,

  • führen Protokoll bei Gerichtsverhandlungen,

  • veranlassen Veröffentlichungen

und vieles mehr – immer unter Einsatz moderner Informations- und Kommunikationstechniken.

In verschiedenen Service-Einheiten sind sie wichtige erste Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürger. Sie helfen bei der Umsetzung ihrer Anliegen und berücksichtigen dabei immer besondere Situationen und Interessen. 

Wo werden Sie nach der Ausbildung arbeiten?

Justizfachangestellte können in den fünf Gerichtsbarkeiten und bei den Staatsanwaltschaften in Nordrhein-Westfalen eingesetzt werden. Im Einzelnen sind dies:

  • die ordentliche Gerichtsbarkeit mit 129 Amtsgerichten, 19 Landgerichten und den drei Oberlandesgerichten in Düsseldorf, Hamm und Köln, 

  • die Verwaltungsgerichtsbarkeit mit sieben Verwaltungsgerichten und dem Oberverwaltungsgericht in Münster,

  • die Sozialgerichtsbarkeit mit den acht Sozialgerichten und dem Landessozialgericht in Essen,

  • die Arbeitsgerichtsbarkeit mit 30 Arbeitsgerichten und den drei Landesarbeitsgerichten in Düsseldorf, Hamm und Köln, 

  • die Finanzgerichtsbarkeit mit den drei Finanzgerichten in Düsseldorf, Köln und Münster

  • die 19 Staatsanwaltschaften und drei Generalstaatsanwaltschaften in Düsseldorf, Hamm und Köln

STANDORTE

Rik S., Justizfachangestellter

Als Justizfachangestellter bin ich Ansprechpartner für Menschen, die Orientierung in rechtlichen Abläufen und Verfahren benötigen. Ob es um die Annahme von Anträgen, Akteneinsicht, Einhaltung von Fristen oder die Beglaubigung von Schriftstücken geht – ich beantworte Anliegen und Fragen jeder Art. Auch die Frage, warum ich tue, was ich tue: Weil es unserem Rechtsfrieden dient. 

Rik S., Justizfachangestellter

Sind Sie bereit?

Bewerberinnen und Bewerber müssen die Fachoberschulreife oder einen gleichwertigen Schulabschluss erreicht haben.

In Einzelfällen werden auch Bewerberinnen oder Bewerber mit Hauptschulabschluss eingestellt; die Ausbildungszeit verlängert sich dann auf drei Jahre.

Legen Sie los!

Viele Amtsgerichte stellen Auszubildende zur / zum Justizfachangestellten ein. Die Ausbildungsvergütung beträgt 936,82 Euro brutto im 1. Jahr, 990,96 Euro brutto im 2. Jahr und 1.040,61 Euro brutto im 3. Jahr (Stand: 1.1.2018). Nach der Ausbildung erhalten die Justizfachangestellten ein Entgelt nach der Entgeltordnung zum Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L), mindestens gemäß der Entgeltgruppe 5.

Das sind Ihre Perspektiven.

Nach dem Ende der Ausbildung besteht die Möglichkeit, dauerhaft in den Justizdienst übernommen zu werden. Außerdem besteht u. a. die Möglichkeit der Weiterqualifizierung zur Justizfachwirtin / zum Justizfachwirt und zur Gerichtsvollzieherin / zum Gerichtsvollzieher.

Familienfreundliche Arbeit

Unterschiedliche Möglichkeiten der Arbeitszeitgestaltung in der Justiz, wie Teilzeitbeschäftigung oder Jobsharing bei flexibler Arbeitszeit, bieten die Chance, persönliche und familiäre Belange mit dienstlichen Interessen und Erfordernissen zeitlich in Übereinstimmung zu bringen.

Lassen Sie sich zur / zum Justizfachangestellten ausbilden!

Die staatlich anerkannte Ausbildung zur / zum Justizfachangestellten beginnt je nach Lage der Sommerferien zum 1. August oder 1. September eines jeden Jahres und dauert in der Regel 2,5 Jahre. Die duale Ausbildung erfolgt im theoretischen Teil an einem Berufskolleg (an höchstens zwei Tagen pro Woche) und im praktischen Teil in verschiedenen Abteilungen bei einem Amtsgericht, einer Staatsanwaltschaft und bei zentralen Insolvenz- und Registergerichten des jeweiligen Oberlandesgerichtsbezirks. Zur Feststellung des Ausbildungsstandes wird im zweiten Ausbildungsjahr eine Zwischenprüfung abgelegt. Die Berufsausbildung ist mit bestandener schriftlicher und praktischer Abschlussprüfung erfolgreich beendet.

Bewerben Sie sich jetzt!

Einstellungstermin ist der 1. August bzw. 1. September eines jeden Jahres. Die Bewerbung ist grundsätzlich nur online möglich (ab dem 1. Juli für das Folgejahr).

Weitere Informationen