Frank N., Gerichtsvollzieher

Ich schaffe einen Ausgleich zwischen Gläubigern und Schuldnern.

Frank N., Gerichtsvollzieher

Werden Sie Gerichtsvollzieherin / Gerichtsvollzieher!

Gerichtsvollzieherinnen und Gerichtsvollzieher führen aufgrund vollstreckbarer Titel – meist Urteile, Vollstreckungsbescheide oder notarielle Urkunden – Vollstreckungen in das bewegliche Vermögen durch. Beispielsweise treiben sie Geldforderungen bei und berücksichtigen dabei stets nicht nur die Gläubiger-, sondern auch die Schuldnerinteressen.

Gerichtsvollzieherinnen und Gerichtsvollzieher sind für Zustellungen, Ladungen und konkrete Vollstreckungen meist im Außendienst unterwegs. Sie pfänden bewegliches Eigentum und verwerten es, zum Beispiel durch Versteigerung. Sie kümmern sich um Zwangsräumungen, die Abnahme von Vermögensauskünften und die Ermittlung von Vermögensverhältnissen sowie die Zustellung gerichtlicher wie außergerichtlicher Schriftstücke. Sie sorgen eigenverantwortlich dafür, dass Zwangsvollstreckungsverfahren und alle damit verbundenen Abläufe möglichst schnell, aber auch fair und gütlich geregelt werden. 

Gerichtsvollzieherinnen und Gerichtsvollzieher organisieren ihren Bürobetrieb grundsätzlich eigenständig und auf eigene Rechnung. 

Frank N., Gerichtsvollzieher

Als Gerichtsvollzieher bin ich beim Streit der unabhängige Dritte. Dabei wäge ich beide Seiten ganz genau ab. Was steht dem Gläubiger zu und wo beginnt der Schutz des Schuldners? Das ist keine Güterabwägung, sondern eine selbständige Arbeit mit vielschichtigen, menschlichen Herausforderungen, die viel Fingerspitzengefühl erfordert.

Frank N., Gerichtsvollzieher

Sind Sie bereit?

Der Gerichtsvollzieherdienst ist eine Beamtenlaufbahn in der Justiz des Landes Nordrhein-Westfalen. Diese ist grundsätzlich für Justizbedienstete, andere Landesbedienstete sowie Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger zugänglich.

Als Bewerberinnen und Bewerber für die Ausbildung zur Gerichtsvollzieherin / zum Gerichtsvollzieher kommen zunächst Personen in Betracht, die folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • bestandene Laufbahnprüfung des Justizdienstes oder des Verwaltungsdienstes des Justizvollzugs

  • Bewährung im Justizdienst des Landes Nordrhein-Westfalen (mindestens drei Jahre)

Auch Bewerberinnen und Bewerber, die noch nicht in der Justiz tätig sind, können sich bewerben. In Betracht kommen alle Personen, die über eine abgeschlossene Berufsausbildung verfügen und sich in einem für den Gerichtsvollzieherdienst förderlichen Beruf mindestens drei Jahre bewährt haben. 

Alle Bewerberinnen und Bewerber, die noch nicht in einem Beamtenverhältnis mit dem Land Nordrhein-Westfalen stehen, müssen zusätzlich folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • zum Zeitpunkt der Einstellung regelmäßig noch nicht 39 Jahre

  • Deutsche / Deutscher im Sinne des Artikels 116 des Grundgesetzes 

  • Eintreten für die freiheitliche demokratische Grundordnung im Sinne des Grundgesetzes

 

Legen Sie los!

Die Ausbildung zur Gerichtsvollzieherin / zum Gerichtsvollzieher erfolgt – sofern nicht schon vorher verbeamtet – in einem Beschäftigungsverhältnis. Nach erfolgreichem Bestehen der Gerichtsvollzieherprüfung erfolgt die Übernahme in das Beamtenverhältnis auf Probe mit dreijähriger Probezeit und die Ernennung zur Gerichtsvollzieherin / zum Gerichtsvollzieher. 

Wie viel verdient eine Gerichtsvollzieherin / ein Gerichtsvollzieher?

Die Ausbildung zur Gerichtsvollzieherin / zum Gerichtsvollzieher erfolgt – sofern nicht schon vorher verbeamtet – in einem Beschäftigungsverhältnis. Nach erfolgreichem Bestehen der Gerichtsvollzieherprüfung erfolgt die Übernahme in das Beamtenverhältnis auf Probe mit dreijähriger Probezeit und die Ernennung zur Gerichtsvollzieherin / zum Gerichtsvollzieher.

Das Entgelt für Anwärterinnen und Anwärter für den Gerichtsvollzieherdienst beträgt derzeit 2.517,73 Euro brutto pro Monat.

Die Besoldung der Gerichtsvollzieherinnen und Gerichtsvollzieher in Nordrhein-Westfalen erfolgt nach dem Landesbesoldungsgesetz NRW. Der Berufseinstieg erfolgt in der Besoldungsgruppe A 8.

Zusätzlich wird eine besondere Gerichtsvollziehervergütung gewährt, aus der die Kosten des Geschäftsbetriebs zu bestreiten sind.

Familienfreundliche Arbeit

Unterschiedliche Möglichkeiten der Arbeitszeitgestaltung in der Justiz, wie Teilzeitbeschäftigung oder Jobsharing bei flexibler Arbeitszeit, bieten die Chance, persönliche und familiäre Belange mit dienstlichen Interessen und Erfordernissen zeitlich in Übereinstimmung zu bringen.

Lassen Sie sich zur Gerichtsvollzieherin / zum Gerichtsvollzieher ausbilden!

Gerichtsvollzieherinnen / Gerichtsvollzieher absolvieren eine 20-monatige Einführungszeit, die eine praktische Ausbildung (insgesamt elf Monate) und drei theoretische Lehrgänge von zwei, vier und drei Monaten umfasst. Die Lehrgänge finden im Ausbildungszentrum der Justiz Nordrhein-Westfalen, Nebenstelle Monschau statt. Die Ausbildung endet mit der Laufbahnprüfung für den Gerichtsvollzieherdienst. Die Prüfungen werden durch die Prüfungsausschüsse bei den jeweiligen Oberlandesgerichten abgenommen.

Bewerberinnen und Bewerber, die noch nicht in der Justiz tätig sind und sich erfolgreich beworben haben, absolvieren zunächst einen sechsmonatigen Eignungslehrgang, der aus einem fachtheoretischen Lehrgang und aus fachpraktischen Ausbildungszeiten besteht. Erst dann folgt die Einführungszeit zum Gerichtsvollzieherdienst. 

Bewerben Sie sich jetzt!

Die Ausbildungsgänge für den Gerichtsvollzieherdienst beginnen regelmäßig zum 1. März eines Jahres. Bewerbungen sind an die Präsidentin / den Präsidenten des Oberlandesgerichts des Bezirks zu richten, in deren / dessen Bezirk die Ausbildung und der spätere Einsatz erfolgen sollen.

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