Maike J., Fachkraft des ambulanten Sozialen Dienstes

Ich bringe Menschen von der schiefen Bahn auf den geraden Weg.

Maike J., Fachkraft des ambulanten Sozialen Dienstes

Werden Sie Fachkraft des ambulanten Sozialen Dienstes!

An jedem Landgericht in Nordrhein-Westfalen gibt es einen ambulanten Sozialen Dienst, der einerseits die Staatsanwaltschaften und Gerichte bei der Verfolgung von Straftaten, deren sachgerechter Ahndung und bei der Vollstreckung der Sanktionen unterstützt und andererseits zu Jugendstrafe oder Freiheitsstrafe Verurteilten bei ihrer Wiedereingliederung in die Gesellschaft begleitet. 

Als Fachkräfte des ambulanten Sozialen Dienstes betreuen und kontrollieren ausgebildete Sozialarbeiterinnen oder -pädagoginnen / Sozialarbeiter oder -pädagogen im Rahmen der Bewährungshilfe und Führungsaufsicht Jugendliche, Heranwachsende und Erwachsene, deren (Rest)Freiheits- bzw. Jugendstrafe zur Bewährung ausgesetzt worden ist. Sie überwachen die Einhaltung gerichtlicher Auflagen und Weisungen, beraten unter anderem bei wirtschaftlichen Schwierigkeiten und Suchtproblemen, helfen bei der Suche nach einer Wohnung und vieles mehr. 

Im Rahmen der Gerichtshilfe untersuchen und berichten die Fachkräfte des ambulanten Sozialen Dienstes über die persönlichen Verhältnisse und die soziale Lage von Beschuldigten, Angeklagten oder Verurteilten, um Gerichte, Staatsanwaltschaften und Behörden bei personen- und situationsbezogenen Sach- und Rechtsfolgeentscheidungen zu unterstützen. Außerdem fördern sie zum Beispiel beim Täter-Opfer-Ausgleich die Bereitschaft zu Schadenswiedergutmachung und Versöhnung und vermitteln den Opfern von Straftaten Hilfe zur Aufarbeitung des Erlebten. 

Die Klientel des ambulanten Sozialen Dienstes setzt sich überwiegend zusammen aus straffällig gewordenen Menschen mit vielfältigen Problemlagen. Hierzu zählen unter anderem:

  • Arbeitslosigkeit

  • Überschuldung

  • Sucht

  • psychische und physische Beeinträchtigungen

  • soziale Desintegration 

  • verringerte soziale Kompetenzen

Tobias K., Fachkraft des ambulanten Sozialen Dienstes

Als Fachkraft des ambulanten Sozialen Dienstes unterstütze ich zu Freiheitsstrafe oder Jugendstrafe Verurteilte dabei, ein eigenverantwortliches Leben ohne Straftaten zu führen. Ich helfe ihnen bei praktischen Problemen wie der Arbeits- oder Wohnungssuche und bei der Entwicklung ihrer sozialen Kompetenzen. In der Prozessbegleitung stehe ich den Opfern zur Seite, gebe ihnen Rückhalt und Stabilität. Beides erlebe ich als meinen wichtigen Beitrag für eine bessere Gesellschaft. 

Tobias K., Fachkraft des ambulanten Sozialen Dienstes

Sind Sie bereit?

Bewerberinnen und Bewerber müssen folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • mit Bachelorgrad, Mastergrad oder Diplom abgeschlossenes Studium der Fachrichtung Sozialarbeit oder Sozialpädagogik an einer Fach- oder Gesamthochschule oder Universität

  • die staatliche Anerkennung

  • ein Praktikum als Bewährungshelferin / Bewährungshelfer als Teil des ambulanten Sozialen Dienstes

Für die Berufung in das Beamtenverhältnis müssen außerdem folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • laufbahnbefähigende hauptberufliche Tätigkeit im öffentlichen Dienst nach dem Studium (mindestens 2,5 Jahre)

  • zum Zeitpunkt der Verbeamtung auf Probe regelmäßig noch nicht 42 Jahre alt

  • Deutsche / Deutscher im Sinne des Artikels 116 des Grundgesetzes oder die Staatsangehörigkeit eines anderen Mitgliedstaates der Europäischen Union

  • Eintreten für die freiheitliche demokratische Grundordnung im Sinne des Grundgesetzes

  • Dienstfähigkeit aus amtsärztlicher Sicht

Wie viel verdient eine Fachkraft des ambulanten Sozialen Dienstes?

Fachkräfte des ambulanten Sozialen Dienstes erhalten als Beamtinnen / Beamte eine Besoldung nach der Besoldungsgruppe A 9 Landesbesoldungsordnung (LBesO) A zum Landesbesoldungsgesetz (LBesG NRW). Als Tarifbeschäftigte / Tarifbeschäftigter erfolgt die Eingruppierung in die Entgeltgruppe 10 des Tarifvertrags für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L).

Familienfreundliche Arbeit

Unterschiedliche Möglichkeiten der Arbeitszeitgestaltung in der Justiz, wie Teilzeitbeschäftigung oder Jobsharing bei flexibler Arbeitszeit, bieten die Chance, persönliche und familiäre Belange mit dienstlichen Interessen und Erfordernissen zeitlich in Übereinstimmung zu bringen.

Bewerben Sie sich jetzt!

Die Justiz des Landes Nordrhein-Westfalen sucht laufend qualifizierte Fachkräfte für den ambulanten Sozialen Dienst. Initiativbewerbungen sind jederzeit erwünscht. Ihre Bewerbung richten Sie bitte an die Präsidentin / den Präsidenten des Oberlandesgerichts, in deren / dessen Bezirk der spätere Einsatz erfolgen soll.

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