Sabrina P., Beamtin im Justizwachtmeisterdienst

Ich führe Menschen vor Gericht – aber niemanden vor.

Sabrina P., Beamtin im Justizwachtmeisterdienst

Werden Sie Beamtin / Beamter im Justizwachtmeisterdienst!

Justizwachtmeisterinnen und Justizwachtmeister sorgen bei den Justizbehörden – Gerichte und Staatsanwaltschaften – vor allem für die Aufrechterhaltung der Ruhe, Ordnung und Sicherheit. Sie üben damit insbesondere hoheitsrechtliche Befugnisse im Rahmen ihrer Aufgaben aus.

Justizwachtmeisterinnen und Justizwachtmeister tragen im Dienst eine Uniform. Sie sorgen für die Sicherheit von Terminen und Sitzungen, vollziehen sitzungspolizeiliche Maßnahmen und führen Gefangene zu Terminen und Sitzungen vor. Sie übernehmen oder unterstützen nach Anweisung das Bewachen, Festhalten, Festnehmen, Vorführen oder Verhaften einer Person. Außerdem erledigen sie innerbetriebliche Aufgaben, z. B. in Auskunfts- und Poststellen.

Mit ihrer Präsenz und ihrem Einsatz sorgen die Justizwachtmeisterinnen und Justizwachtmeister für die Sicherheit in Gerichten und Staatsanwaltschaften und vermitteln den Bürgerinnen und Bürgern damit ein positives Bild der Justiz.

Wo wollen Sie arbeiten?

Justizwachtmeisterinnen und Justizwachtmeister werden in den fünf Gerichtsbarkeiten und bei den Staatsanwaltschaften in Nordrhein-Westfalen eingesetzt. Im Einzelnen sind dies:

  • die ordentliche Gerichtsbarkeit mit 129 Amtsgerichten, 19 Landgerichten und den drei Oberlandesgerichten in Düsseldorf, Hamm und Köln 
  • die Verwaltungsgerichtsbarkeit mit sieben Verwaltungsgerichten und dem Oberverwaltungsgericht in Münster
  • die Sozialgerichtsbarkeit mit acht Sozialgerichten und dem Landessozialgericht in Essen
  • die Arbeitsgerichtsbarkeit mit 30 Arbeitsgerichten und den drei Landesarbeitsgerichten in Düsseldorf, Hamm und Köln
  • die Finanzgerichtsbarkeit mit den drei Finanzgerichten in Düsseldorf, Köln und Münster 
  • die 19 Staatsanwaltschaften und drei Generalstaatsanwaltschaften in Düsseldorf, Hamm und Köln

STANDORTE

Benjamin F., Beamter im Justizwachtmeisterdienst

Als Beamter im Justizwachtmeisterdienst sorge ich für die Sicherheit bei Gericht oder in Staatsanwaltschaften, um für alle Beteiligten ein ordentliches und störungsfreies Verfahren zu gewährleisten. Zu meinen Aufgaben gehört es auch, Gefangene zu bewachen und Angeklagte in den Gerichtssaal zu führen. Mit dem gleichen Respekt, den das Gericht von ihnen erwartet. Das ist nicht nur meine Aufgabe, sondern auch meine Überzeugung. 

Benjamin F., Beamter im Justizwachtmeisterdienst

Sind Sie bereit?

Bewerberinnen und Bewerber müssen folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Hauptschulabschluss oder ein als gleichwertig anerkannter Bildungsstand

  • körperliche Fitness und gesundheitliche Eignung, unter Umständen ist ein Sporttest zu absolvieren

  • wünschenswert, aber kein Muss ist eine abgeschlossene Berufsausbildung

Für die Verbeamtung kommt es hierauf an:

  • zum Zeitpunkt der Einstellung regelmäßig noch nicht 42 Jahre alt

  • deutsche Staatsangehörigkeit gemäß Artikel 116 des Grundgesetzes oder die Staatsangehörigkeit eines anderen Mitgliedstaates der Europäischen Union

  • absolute Bereitschaft, für die freiheitliche demokratische Grundordnung im Sinne des Grundgesetzes einzutreten

Legen Sie los!

Sie werden zunächst als Justizhelferin / Justizhelfer eingestellt und nach der Entgeltgruppe 3 des Tarifvertrages für den öffentlichen Dienst der Länder (2.254,60 EUR, Stand Januar 2019) bezahlt.

Nach einem erfolgreichen Ausbildungslehrgang und einer Dienstzeit von mindestens 18 Monaten erfolgt die Übernahme in das Beamtenverhältnis auf Probe – als Justizwachtmeisterin oder Justizwachtmeister.
Damit werden Sie in die Besoldungsgruppe A 5 der Landesbesoldungsordnung A zum Landesbesoldungsgesetz (LBesG NRW) eingruppiert. Genießen Sie die Vorzüge der Beamtenversorgung und Beihilfeberechtigung.

Das sind Ihre Perspektiven.

Bei entsprechender Eignung können Sie die Leitung einer Wachmeisterei mit entsprechenden Organisations- und Personalführungsaufgaben übernehmen. Auch eine Weiterbildung zur Justizfachwirtin / zum Justizfachwirt ist möglich.

Rundum versorgt

Beamtinnen / Beamte unterliegen nicht der gesetzlichen Sozialversicherung, sondern genießen die Vorzüge der Beamtenversorgung und der Beihilfeberechtigung.

Familienfreundliche Arbeit

Unterschiedliche Möglichkeiten der Arbeitszeitgestaltung in der Justiz, wie Teilzeitbeschäftigung oder Jobsharing bei flexibler Arbeitszeit, bieten die Chance, persönliche und familiäre Belange mit dienstlichen Interessen und Erfordernissen zeitlich in Übereinstimmung zu bringen.

Lassen Sie sich zur Beamtin / zum Beamter im Justizwachtmeisterdienst ausbilden!

Zunächst erfolgt Ihre praktische Ausbildung als Justizhelferin / Justizhelfer. Anschließend absolvieren Sie einen achtwöchigen fachtheoretischen Lehrgang am Ausbildungszentrum der Justiz Nordrhein-Westfalen, Nebenstelle Monschau, um die Grundlagen für Ihren erfolgreichen Einsatz im Justizwachtmeisterdienst zu erlernen.

Bewerben Sie sich jetzt!

Die Justiz sucht laufend Bewerberinnen und Bewerber für den Justizwachtmeisterdienst. Wir freuen uns jederzeit über Initiativbewerbungen.

Weitere Informationen